Nun bin ich meinem Traum, mit meinem Talent irgendwann auch Geld zu verdienen, wieder ein bisschen näher gerückt. Denn nun habe ich mein eigenes Tonstudio eingerichtet, in dem ich Tierstimmen aufnehmen, verändern und verarbeiten kann.
Bisher stand die ganze Technik bei uns im Wohnzimmer rum, was meine Frau nicht besonders nett fand. Und obwohl sie mein Talent ziemlich gut findet, ging es ihr doch oftmals auf die Nerven, wenn ich stundenlang bellte, miaute, röhrte oder grunzte.
In meinem Aufnahmestudio im Keller kann ich so laut röhren wie ich will, ohne dass sie das stört und auch ich werde durch nichts mehr abgelenkt. Die Wände und die Decken haben wir mit Styropor zur Wärme- und Schalldämmung beklebt und einen dicken flauschigen Teppich auf den Fußboden gelegt. Nur bei der Verkleidung des Fensters waren wir uns nicht sicher, denn ich wollte schon gern noch Tageslicht im Keller haben, gleichzeitig aber auch eine Sichtschutz und Schallschutz. Eine Jalousie wäre als Sichtschutz schon ganz gut gewesen, vor allem auch sehr günstig. Auch über ein Rollo haben wir nachgedacht, aber dann haben wir noch etwas viel besseres entdeckt: ein Plissee. Bisher kannte ich diesen Begriff nur aus der Mode, z. B. von Plisseeröcken. Dass man damit auch ein Fenster verkleiden kann, hätte ich nicht gedacht.
Ich habe mich für ein orangefarbenes halbtransparentes Wabenplissee entschieden, durch dessen doppelte Stofflage ein gewisser Wärme- und Geräuschschutz geboten wird. Durch die leuchtende Farbe wirkt das Tageslicht schön warm, was mich gleichzeitig inspiriert und aufmuntert. Die Bestellung im Online Shop war übrigens ganz leicht, obwohl es sich um eine Maßanfertigung handelte und war schon nach einer Woche bei mir.
Seitdem habe ich schon über 300 verschiedene Tierstimmen aufgenommen, die ich nun an verschiedene Film-, Musik- und Hörbuchproduzenten versenden kann, in der Hoffnung, ein gut bezahlter Tierstimmenimitator zu werden.